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AKTUELLES

29. September 2014

Stellenausschreibung: Projektleitung als Elternzeitvertretung

Projektleitung in Elternzeitvertretung beim Deutsch-Russischen Austausch e.V.


28. September 2014

Praktikum: Projektassistenz zum 13.10.2014 für 3 Monate

Zum 13. Oktober 2014 besetzt der DRA eine Praktikumsstelle als Projektassistenz (32h/Woche) für 3...


15. September 2014

Stoppen Sie den Krieg gegen die Ukraine! Für Frieden und Menschenrechte in Europa!

Aufruf zur Kundgebung am 20. September 2014 um 11.30 Uhr vor der Botschaft der Russischen...


31. Juli 2014

Praktikum: Projektassistenz zum 1.10.2014 für 3 Monate

Zum 1. Oktober 2014 besetzt der DRA eine Praktikumsstelle als Projektassistenz (30h/Woche) für 3...


31. Juli 2014

Stellenausschreibung: Projektassistenz und Büroorganisation

Stellenausschreibung

Projektassistenz und Büroorganisation beim Deutsch-Russischer...


NEWSLETTER SEPTEMBER 2014

1) Stellenausschreibung: Projektleitung beim DRA zum 01.01.2015
2) Praktikum: Projektassistenz zum 13.10.2014 für 3 Monate
3) DRA führt in der Ukraine Projekte zur zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit durch
4) Vorbereitungsreise für Flüchtlingshilfe-Unterstützung der NGO »Postup« nach Kiew und in die Ostukraine
5) Deutsch-Russische Herbstgespräche 2014 zum Thema "Korruption" vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts
6) Zivilgesellschaftsforum: internationale Kooperationsgespräche, Anmeldung zur Jahresversammlung in Tallinn bis 25. Oktober
7) »Warum Kippa?« - Interreligiöses DRA-Projekt zu Gast in der Jüdischen Gemeinde
8) Bildungsreise zur sozialpädagogischen Arbeit mit Behinderten nach Berlin
9) Seminarreihe »EU-Study Weeks« im estnischen Narva und im Nordkaukasus
10) Wie entwickelt sich die soziale Arbeit in Osteuropa? DRA bei Partnertreffen von Brot für die Welt
11) Dönhoff-Programm 2014 gestartet, Verzögerungen bei der Visaerteilung für Stipendiat/innen
12) Kulturministerium Perm reagiert auf Brief zur Lage beim Museum Perm 36
13) 11. Oktober, Berlin, Matthäuskirche: NGO »Perspektivy« lädt zum Benefizkonzert für Menschen mit Behinderungen
14) Junge Deutsche für Friedens- und Lernbegegnung mit UkrainerInnen im Oktober gesucht
15) Projektausschreibung der EVZ zu »vergessenen« NS-Opfern


Offener Brief an die Bundeskanzlerin und den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland

Was auf dem Spiel steht: In der Ukraine geht es um die Zukunft Europas

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrter Herr Außenminister,

vom Stellvertreterkrieg zur offenen Intervention: die nächste Eskalationsstufe im Krieg gegen die Ukraine hat begonnen. Inzwischen operieren schwer bewaffnete Einheiten der russischen Armee im Süden der Ukraine. Nächstes Ziel dieser Offensive scheint Mariupol, die drittgrößte Stadt im Donbass, ein bedeutender Hafen und Industriestandort. Das wäre ein großer Schritt auf dem Weg zu einer Landbrücke zwischen Russland und der Krim. Tausende von Zivilisten sind bereits aus Mariupol geflohen.

Jetzt ist eingetreten, was schon seit Wochen absehbar war. Während Präsident Putin seinen "Friedenswillen" bekundet und sein Außenminister Lawrow treuherzig versichert, Russland habe "kein Interesse an der Zerstörung der Ukraine", verstärkt der Kreml seinen Zugriff auf die Ostukraine. Auf schweres Kriegsgerät und russische Söldner folgen jetzt reguläre Truppen.

Das Signal ist klar: Putin ist nicht bereit, die Ostukraine aus der Hand zu geben. Er schlägt die Tür für eine "diplomatische Lösung" zu. Wird Europa zusehen, wie ein Staat zerstört wird, der sich für die europäischen Werte entschieden hat? Werden wir hinnehmen, dass die russische Führung die europäische Friedensordnung aus den Angeln hebt? Der Westen hat sich mit der Zerstückelung Georgiens arrangiert, er hat die Amputation Moldawiens hingenommen - wird er auch die Ukraine opfern, um dem Konflikt mit der russischen Führung aus dem Weg zu gehen?

Die Bundesregierung hat bisher hartnäckig vermieden, von einem Krieg Russlands gegen die Ukraine zu sprechen. Jede realistische Politik beginnt aber damit, die Dinge beim Namen zu nennen. Die EU darf keinen Zweifel daran lassen, dass die Aggression gegen einen Staat, mit dem sie ein Assoziationsabkommen geschlossen hat, einen hohen politischen und ökonomischen Preis kosten wird. Die Sanktionen gegen Russland müssen ausgeweitet, die Unterstützung für die Ukraine auf allen Ebenen verstärkt werden. Dazu gehört auch groß angelegte Hilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen, die Sicherung der Energieversorgung der Ukraine und verstärkte Finanzhilfen, um einen Kollaps des Landes zu verhindern.

Das bevorstehende Gipfeltreffen der Regierungschefs wird zum Prüfstein für die politische Handlungsfähigkeit der EU. Wenn sie versagt, verliert sie jede Glaubwürdigkeit nach innen und außen. Täuschen wir uns nicht: Es geht nicht "nur" um die Zukunft der Ukraine. Was auf dem Spiel steht, ist die Zukunft Europas. Wir bitten Sie dringend, alles zu tun, um zu einer festen Haltung der EU gegenüber dem Angriff auf die Ukraine zu kommen. Das heißt auch, die europäische Perspektive der Ukraine zu bekräftigen.

Nicht nur die Regierungen sind gefragt: Dies ist auch ein Weckruf an die europäische Zivilgesellschaft. Wir appellieren deshalb zugleich an die demokratische Öffentlichkeit, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine zu solidarisieren. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass der europäische Aufbruch der Ukraine mit Gewalt erstickt wird.

Jurij Andruchowytsch, Schriftsteller
Oleksandra Bienert, Euromaidan Wache Berlin
Marieluise Beck, MdB
Olaf Böhnke, Leiter des Berliner Büros European Council on Foreign Relations
Marianne Birthler, ehem. Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde
Franziska Brantner, MdB
Viola von Cramon, MdB a.D.
Peter Franck, Jurist
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich Böll-Stiftung
Rebecca Harms, MdEP
Sergey Medvedev, iDecembrists e.V.
Stefan Melle, Deutsch-Russischer Austausch e.V.
Ruprecht Polenz, ehem. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO)
Dr. med. Eva Reich
Prof. Jens Reich, Molekulargenetiker
Manuel Sarrazin, MdB
Stefanie Schiffer, Europäischer Austausch
Prof. Karl Schlögel, Osteuropa-Historiker
Ulrich Schreiber, Literaturfestival Berlin
Thomas Sparr, Suhrkamp-Verlag
Sylke Tempel, Chefredakteurin "Internationale Politik"

 

 

 

Die Spendenaktion des DRA für die Arbeit der Menschenrechtsaktivisten aus der Ostukraine geht weiter und ist nötiger denn je: Bitte helfen Sie!

Die luhansker Organisation "Postup", die nach separatistischen Übergriffen aus Luhansk fliehen musste und sich nun von Kiev aus um die zahlreichen ukrainischen Binnenflüchtlinge kümmert, braucht mehr denn je unsere Unterstützung: Die Zahl der Binnenflüchtlinge, die humanitäre, rechtliche und medizinische Hilfe benötigen, nimmt beständig zu. Zugleich müssen die ostukrainischen Gebiete, in denen nun keine Kriegshandlungen mehr stattfinden und die z.T. stark zerstört sind, wieder aufgebaut werden, damit die von dort geflüchteten Menschen in ihre Heimat zurückkehren können. Diese Menschen sind aber auf Grund ihrer Flucht zum großen Teil völlig mittellos. 

Bitte unterstützen Sie die dringend benötigte SOS-Arbeit der Menschenrechtsaktivisten von "Postup" mit einer Spende! Mehr Informationen zum Spendenaufruf und den Link zur Betterplace-Spendenaktion finden Sie: HIER

 

Kommentar des DRA e.V.: Für eine Koalition gegen Nationalismus - in der EU, Russland und der Ukraine

Das Denken in nationalen Kategorien, so zeigen die Wahlen vom 25. Mai, hat in Europa zurzeit viele Unterstützer. In der Ukraine war das für einen kurzen, vorübergehenden Moment hilfreich, vielleicht sogar notwendig: Die Wahl Petro Poroshenkos zum Präsidenten wurde zu einem Bekenntnis für die Einheit des Landes, einem Zeichen der Selbstvergewisserung und des Aufbruchs. MEHR

 

Stellungnahme des Deutsch-Russischen Austauschs e.V. vor dem Referendum auf der Krim am 16.03.14

Der Deutsch-Russische Austausch (DRA) protestiert gegen die militärische Aggression und die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine durch die Regierung und Armee der Russischen Föderation. Der DRA fühlt sich der Ukraine, ebenso wie Russland, sehr verbunden und hat seit seiner Gründung 1992 stets auch mit ukrainischen Partnern kooperiert. Ein Konflikt beider Länder trifft uns auch persönlich und in unserer Arbeit. Die gegenwärtigen Aktivitäten der russischen Führung auf der Krim und in anderen Regionen der Ukraine unterminieren die gutnachbarschaftlichen Beziehungen in Europa und zerstören die Grundlagen demokratischer Kultur. Ihr rechtswidriges Handeln wird in dem für Sonntag angesetzten manipulativen Referendum über eine Abspaltung der Krim fortgesetzt. MEHR

 

 

Zivilgesellschaftsforum EU-Russland (CSF) startet neues Projekt unter Leitung des DRA

Nach der Bewilligung von EU-Fördergeldern begann am 1. Februar eine neue Etappe in der Entwicklung des CSF. Das zunächst 18-monatige Projekt umfasst zahlreiche Einzelprojekte, Veranstaltungen und Programme zur Förderung der Zivilgesellschaft in Russland sowie innerhalb der EU, das die Kooperation der NGOs miteinander verstärken soll. Außerdem soll die  Arbeit des Forums ausgebaut und institutionalisiert sowie eine nachhaltige gesellschaftspolitische  Außenwirkung des CSF geschaffen werden. MEHR

 

 

DEUTSCH-RUSSISCHER AUSTAUSCH E.V. - Für eine europäische Zivilgesellschaft

Der Deutsch-Russische Austausch e.V. arbeitet seit 1992 für ein offenes und friedliches Miteinander Deutschlands und Russlands -- in einem demokratischen, Grenzen überwindenden Europa.

Der DRA engagiert sich in den Feldern Soziales und Bildung, Medien und Demokratie, Geschichte und Ökologie, bürgerschaftliches Engagement und Integration sowie Menschen- und Bürgerrechte.

Der DRA verbindet Menschen und Organisationen und vernetzt gesellschaftliche Sektoren. Er fördert Austausch, Zusammenarbeit und Debatte -- offen, vorurteilsbewusst und solidarisch.

Der DRA setzt Kooperations- und Begegnungsprojekte um, mit Freiwilligen, Wissenschaftlern, Jugendlichen, Beamten, Journalisten und anderen Gruppen.

Der DRA verfügt über Erfahrung und Expertise, die er in öffentlichen Veranstaltungen, in Seminaren und durch Beratung weitergibt und mit anderen teilt.

Der DRA vereint als Mitgliederorganisation ehrenamtliches Engagement und professionelle Kooperation. Er ist das aktive Handeln all derer, die helfen, seine gemeinnützigen Ziele zu verwirklichen: seiner Mitarbeiter und Mitglieder, seiner Freiwilligen, Förderer und Spender.

 

"Mit seiner Tätigkeit gibt der Deutsch-Russische Austausch der Konsolidierung der russischen Bürgerinitiativen einen internationalen Maßstab. Der DRA hat einen großen Beitrag zur Entwicklung der Nichtregierungsdiplomatie zwischen Russland und Europa geleistet."

Arsenij Roginskij
Vorsitzender der Moskauer Menschenrechtsorganisation Memorial

 

 

 

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